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Schwankendes Schilddrüsenvolumen während des Menstruationszyklus und der Schwangerschaft

Im Verlauf des weiblichen Zyklus kommt es zu einer Zunahme des Schilddrüsenvolumens.


Die Sonographie ist ein praktikables bildgebendes Verfahren um das Schilddrüsenvolumen unter Routinebedingungen mit der größtmöglichen Genauigkeit zu bestimmen.

In Ultraschallstudien konnte eine signifikante Schilddrüsenvergrößerung ab dem 16. - 23. Zyklustag mit nachfolgender rascher Volumensverkleinerung zum Beginn des nachfolgenden Zyklus festgestellt werden. Ursächlich ist wahrscheinlich eine gesteigerte Durchblutung und ein Konzentrationsanstieg von TSH (TSH wirkt thyreotrop, dh es regt auch das Größenwachstum der einzelnen Schilddrüsenzellen an).


Auch im Zuge der Schwangerschaft kommt es zu einer Größenzunahme der Schilddrüse. Bei schlanken Frauen kann man einen vergrößerten Halsumfang während der Schwangerschaft bemerken. Bei ausreichend mit Jod supplementierten Frauen konnte eine physiologische Volumenszunahme von 17% und bei unzureichend jodversorgten Schwangeren eine Volumenszunahme von durchschnittlich 42,5% gemessen werden (Vila et al, 2008). Die Vergrößerung der Schilddrüse während der Schwangerschaft bildet sich allmählich während der Laktation zurück.



Fazit: Um die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse zu optimieren ist bei einer Verlaufskontrolle ein ähnlicher Zyklustag zu empfehlen – das Schilddrüsenvolumen lässt sich dadurch besser vergleichen und eine Vergrößerung oder Verkleinerung der Schilddrüse besser beurteilen. Bei Jodmangelzuständen des Körpers kommt es zu ausgeprägteren Volumsschwankungen der Schilddrüse im Menstruationszyklus und der Schwangerschaft.

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